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Shure KSM8 – ein Live-Mikrofon für alle Fälle

Oliver Tschotow, Fachbereichsleiter Audio und Projektleiter bei Lleyendecker, ist bereits seit vielen Jahren freiberuflich als FOH-Operator, Monitor-Operator und System-Ingenieur unterwegs. Als FOH-Engineer betreut er europaweit zahlreiche großkalibrige Veranstaltungen, Messen und Events.

Zuletzt war Oliver Tschotow als FOH für die „Mandoki Wings of Freedom“ Tour in Paris, London und Berlin im Einsatz und für den Sound der dabei involvierten Künstler – darunter Leslie Mandoki, Till Brönner, Klaus Doldinger oder Bobby Kimball – zuständig.

Über KSM8:

Mit dem KSM8 habe ich meinen neuen Liebling unter den dynamischen Kapseln für den Gesangsbereich gefunden.

Oliver Tschotow, FOH-Engineer

Kundenanforderung

Oliver Tschotows Hauptanforderung an ein Mikrofon besteht darin, die Schallquelle so naturgetreu wie möglich abzunehmen und entsprechend elektrisch zu wandeln. Dabei soll das Tuning des Mikros so neutral wie möglich ausgeführt werden. Eine vorgefertigte Charakteristik einer Mikrofonkapsel hält Tschotow in seiner Eigenschaft als FOH-Engineer für nicht sinnvoll, da man stattdessen etwaige Anpassungen im Bedarfsfall mittels Equalizer vornehmen kann.

Lösung

Bei der Tour, die Anfang März 2017 stattfand, kam fast die komplette Mikrofonie von Shure. Für Tschotow war dabei der relativ neutrale Frequenzgang der Mikrofone ausschlaggebend, unabhängig vom jeweiligen Modell.

„Ich bin der Meinung, dass das grundsätzliche Tuning der Instrumente auf der PA hauptsächlich durch die Position der Kapsel, die Auswahl dieser und die Zusammenarbeit mit dem Musiker entstehen sollte.“

Speziell bei großen Produktionen – in diesem Fall mit 24 Musikern, 112 Inputs und teilweise 12 offenen Gesangskanälen – ist eine dynamische Kapsel generell eine gute Wahl. So kann u. a. dem möglichen Übersprechen der anderen Instrumente in den hohen Frequenzen (z. B. durch Percussion, Becken, Brass, Gitarren-Amps o.ä.) auf fünf bis 12 offene Gesangsmikrofone entgegengewirkt werden.

Oliver Tschotow

Mit dem KSM8 habe ich meinen neuen Liebling unter den dynamischen Kapseln für den Gesangsbereich gefunden. Die klare Stärke sehe ich der gleichbleibenden Tonalität bei Veränderungen des Abstands zur Schallquelle. Der typische Nahbesprechungseffekt ist natürlich noch immer vorhanden, jedoch nicht so stark ausgeprägt wie bei den anderen Kapseln.

Ich empfinde das Verhalten nah besprochen als sehr angenehm und musikalisch. Einen weiteren Vorteil sehe ich beim KSM8 im Bereich der mittleren Höhen bei größerem Abstand zum Mund. Dieser Bereich wird bei Kondensatormikrofonen schnell problematisch. Beim KSM8 tritt dies durch den relativ gleichmäßigen Abstieg des Frequenzgangs nicht so stark hervor.

Ergebnis

„Das erwähnte Übersprechen von anderen Instrumenten auf der Bühne in den Höhen auf die Mikrofone haben wir dank dem KSM8 nicht mehr auf der PA.“

„Abschließend kann ich sagen, dass man, je nach Bühnensituation, mit dem KSM8 - oder auch dem KSM9 als Kondensator – die richtigen Mikros für alle Fälle hat.“

Photo credit: Bejamin Zibner/Red Rock Productions

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