Geschrieben von John Ellis,

Verbessern Sie den Klang in Ihrem Meetingraum durch bessere Platzierung der Deckenlautsprecher

Verbessern Sie den Klang in Ihrem Meetingraum durch bessere Platzierung der Deckenlautsprecher

Sie verwenden hochwertige Mikrofone und verfügen über einen akustisch behandelten Meetingraum? Dann haben Sie theoretisch bereits den optimalen Klang für ihre Konferenzen. Aber warum haben Sie dann trotzdem Probleme, die anderen Teilnehmer einer Videokonferenz klar und deutlich zu verstehen? Es könnte an der Platzierung Ihrer Deckenlautsprecher liegen.

Videokonferenzen haben sich zu einem unerlässlichen Geschäftstool entwickelt, um mit Kollegen und Kunden auf der ganzen Welt zu kommunizieren. Ideale Zusammenarbeit und Meetingeffizienz erreichen Sie jedoch nur, wenn sich alle Teilnehmer zu jeder Zeit klar und deutlich verstehen können. Die passenden Lautsprecher und deren Platzierung haben darauf einen enormen Einfluss.

Oftmals werden Deckenlautsprecher in einem Meetingraum wahllos entlang der Deckenoberfläche in den Zwischenräumen von Klimaanlagen, Lampen und Feuermeldern verteilt. Manchmal finden sich auch nur ein paar Lautsprecher in der Mitte eines sehr langen Konferenztisches. Kein Wunder also, dass sich die Meetingteilnehmer an den jeweiligen Tischenden über dumpfen und verwaschenen Sound der übertragenen Stimmen beklagen.

Tipps zur idealen Platzierung

Tipps zur idealen Platzierung

Es gibt einfache Hilfsmittel, anhand derer man die passende Platzierung der Deckenlautsprecher bestimmen kann, so dass die zu übertragenden Audiosignale über die bestmögliche Sprachverständlichkeit verfügen. Ein Meetingraum ist immer nur so gut wie die Summe seiner Teile. Dementsprechend hängt ein optimaler Konferenzsound gleichermaßen von den verwendeten Mikrofonen, Lautsprechern und der Raumakustik ab.

Beachten Sie das Abstrahlverhalten

Beachten Sie das Abstrahlverhalten

John Ellis von der Shure UK Systems Group weiß aus Erfahrung, dass der Fokus oftmals zu wenig auf die passende Lautsprecherplatzierung gelegt wird. „Bei der Planung eines neuen Meetingraums, eines Videokonferenzraums oder eines kleinen Besprechungsraums spielt das Abstrahlverhalten der Deckenlautsprecher eine entscheidende Rolle. Die meisten Deckenlautsprecher besitzen ein konisches Abstrahlverhalten im Bereich von 90 bis 100 Grad – nicht sehr breit bei einer gewöhnlichen Deckenhöhe von circa 2,8 Metern. Die Distanz stellt kein Problem dar, solange man sich direkt unter dem Lautsprecher befindet. Sobald man jedoch wenige Meter außerhalb der Achse sitzt, hat man bereits Probleme, die hohen Frequenzen der Sprecherstimme aufzunehmen.

Der Klang wird dumpfer und die Sprachverständlichkeit nimmt stark ab. Wenn Sie über die passende Anzahl an Lautsprechern verfügen, diese jedoch nicht richtig platziert werden, gibt es Bereiche, die zu laut und welche, die zu leise sind. Zudem werden bestimmte Bereiche, je nachdem wie gedämpft der gesamte Raum klingt, sehr basslastig sein. Frequenzen unterhalb von 200 Hz breiten sich kugelförmig aus, während der Abstrahlbereich hin zu höheren Frequenzen stetig enger wird. Dies führt dazu, dass die hohen Frequenzen im Off-Axis-Bereich stärker abnehmen als die tieffrequenten Schallanteile. Das Ergebnis ist ein Nachlassen der Sprachverständlichkeit und des Detailgrades in der Wahrnehmung der Teilnehmer, die nicht unmittelbar unter den Lautsprechern sitzen.

Beachten Sie die Raumgröße

Beachten Sie die Raumgröße

Je niedriger die Deckenhöhe, desto enger die Schallabdeckung eines Lautsprechers und desto eher bilden sich unterschiedlich stark beschallte Bereiche. Dementsprechend benötigt man für eine gleichmäßige Abdeckung mehr, eventuell auch kleinere, Lautsprecher. Laut John gibt es für dieses Problem eine einfache Lösung: “EASE Address (http://address.afmg.eu/) ist eine freie Software-Anwendung, mit der man die optimale Lautsprecherplatzierung in Abhängigkeit der Raumgröße, der Deckenhöhe und der Anzahl an Teilnehmern an einem Tisch berechnen kann. Jeder Hersteller sollte für seine Deckenlautsprecher individuelle EASE-Daten bereitstellen. Die Software berechnet die zweidimensionale Abdeckung der Lautsprecher und gibt Aufschluss über die „heißen“ und „kalten“ Schallbereiche in einem Raum.

Die Wahl des richtigen Lautsprechers

Die Wahl des richtigen Lautsprechers

Neben einer durchdachten Platzierung muss auch die Wahl des passenden Deckenlautsprecher-Modells berücksichtigt werden: „Viele der preisgünstigen Deckenlautsprecher wurden für einfache Durchsagen in Korridoren oder Büros entwickelt und erfüllen nicht die Anforderungen an eine hochwertige Sprach- oder Musikwiedergabe. Erst vor kurzem war ich in einem absoluten High-End-Meetingraum. Als ich hoch zur Decke sah, erblickte ich Lautsprecher von niedriger Qualität mit rückseitig offenem Gehäuse. Deckenlautsprecher sollten immer komplett geschlossen sein. Zudem sind die hierfür verwendeten Gehäusewannen in der Regel feuerfest. Neben einem verbesserten Schutz vor Staub- und Schmutzpartikeln, erhöhen geschlossene Gehäuse die Klangqualität, verringern das Risiko von Klappergeräuschen und Deckenvibrationen und kommen nicht mit der Brandschutzklassifizierung der Decke in Konflikt.“

„Eine schlechte Lautsprecherplatzierung kann sich negativ auf die Echounterdrückung und die akustische Echokompensation auswirken. Befinden sich Mikrofone direkt unterhalb eines Lautsprechers, während andere den Schall nur Off-Axis aufnehmen, wird die Echokompensation, die für eine adäquate Aus- und Stummschaltung der Signale zuständig ist, nicht effektiv getriggert. Nebenbei bemerkt spricht auch dieser Punkt für die Verwendung hochwertiger Mikrofone, die speziell für die optimale Sprachübertragung in Videokonferenzen entwickelt wurden.“

Über den Autor

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John Ellis

Regional Sales Manager

John Ellis ist Regional Sales Manager bei der Shure UK Systems Group. Wenn er sich nicht gerade mit den führenden AV-Integrationsspezialisten und -Beratern Londons trifft, kann man sich von ihm die besten modernen Jive-Tanzschritte diesseits der Themse zeigen lassen.

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