Kevin Beazley,

Schluss mit hängenden Mikrofonhälsen und unerwünschten Nebengeräuschen

DIS 2

Einfache Beschallungsanlagen werden überall eingesetzt, sei es im Konferenzraum, im Hörsaal (in Bildungseinrichtungen) oder am Arbeitsplatz. (Gemeinde-)Versammlungen und parlamentarische Sitzungen dagegen verfügen dabei über ein komplexes Anforderungsprofil und gehen mit zahlreichen Einschränkungen einher. Die wichtigste Anforderung ist, wie bei jedem anderen Meetings auch, dass sprechende Personen im Raum klar gehört und deutlich verstanden werden. Aber allein wenn Meetings in großen Räumen mit schlechter Akustik abgehalten werden, können hier bereits Probleme auftreten. Diese werden auch immer dann noch verschärft, wenn im gleichen Raum an einem Tag 10 Personen und am Tag darauf 100 konferieren. In beiden Fällen muss jeder Beitrag von allen Teilnehmern klar und deutlich gehört werden können.

Überlegungen zu Diskussionssystemen

Wie man es schon oft im Fernsehen gesehen hat, sprechen in Plenarsitzungen oft viele Personen gleichzeitig.

Im Idealfall sollte das eingesetzte Diskussionssystem deshalb eine Funktion bieten, welche den Sprechern das Wort in einer geordneten Reihenfolge zuteilt. Darüber hinaus sollte der Sprecher bzw. die offene Sprechstelle stets identifizierbar sein, so dass die Diskussionsrunde jederzeit einen Überblick über die Wortbeiträge und deren politische Zugehörigkeit hat oder weitere Informationen erhalten kann.

Außerdem sollte ein Diskussionssystem mit weiteren Features wie Agenda Verwaltung, Abstimmungsfunktionen und anderen ergänzt werden können.

Weiterhin sollte ein Diskussionssystem eine freie Platzwahl ermöglichen, wodurch sich die Teilnehmer an jeder beliebigen Sprechstelle des Plenums per ID-Karte oder PIN-Eingabe anmelden und die persönlichen Daten automatisch der Sprechstelle zuordnen können.

Das Schlüsselelement eines Systems ist das Mikrofon, denn das übertragene Signal kann allenfalls so gut sein wie es das Mikrofon erlaubt den Sprecher aufzunehmen.

Ganz gleich wie teuer oder qualitativ hochwertig die Lautsprecher und Verstärker am Ende der Signalkette sind, schlechte Mikrofone führen unweigerlich zu schlechter Audioqualität. Und meistens scheitern die Projekte entweder komplett oder zumindest kommt es zu Problemen wenn qualitativ minderwertige Mikrofone eingesetzt werden.

Meist sind dann, neben dem Klang, auch die mechanischen Komponenten selbst von geringer Qualität. So kommt es oft vor, dass die Biegeelemente der Schwanenhälse durch häufige Neuausrichtung ausleiern und schlaff herunterhängen. Schaft und Kopf der Mikrofone werden schließlich oft hin und her gebogen, um sie an die verschiedenen Sprecher anzupassen – Die Flexibilität an dieser Stelle ist essentiell.

Neben der Mikrofonqualität hat die Technik der Diskussionsanlagen auch auf dem Feld der Dolmetscherfunktion große Fortschritte gemacht und wird sich durch neue Integrationsgesetze und den durch die Globalisierung verursachten Bedarf, alle Nationalitäten und Sprachen zu verstehen, auch künftig weiterentwickeln. Das wird eine der Kernanforderungen an künftige Konferenzen werden, vor allem wenn man in Betracht zieht, dass Englisch nicht die Muttersprache aller Teilnehmer einer Sitzung ist.

An dieser Stelle werden qualitativ hochwertige Konferenzprodukte ihre volle Stärke ausspielen, da sie über spezialisierte Dolmetscher-Sprechstellen und vielseitige Sprachoptionen verfügen.

Darüber hinaus kann künftig eine Fern-Dolmetsch-Funktion in ein System eingebunden werden, wodurch Organisationen auf Übersetzer zurückzugreifen können, die nicht am Tagungsort präsent sind. Dadurch sind erhebliche Kosteneinsparungen möglich.

Über den Autor

Kevin Beazley

Kevin Beazley ist Manager für Konferenzsysteme bei der Shure UK Systems Group. Er ist auf die Planung von Systemen für Konferenzen und Diskussionsrunden spezialisiert.