von Jessica Sirkin,

Großartig klingende AV-Systeme kostengünstig konzipieren

Theoretisch möchten Entscheidungsträger gern die “neuesten und besten” Audioprodukte zum Einsatz bringen. Für Systemintegratoren stellt sich die Realität jedoch oft äußerst ernüchternd dar, sobald der tatsächliche Entwicklungs- und Implementierungsaufwand mit einem begrenzten Kundenbudget in Einklang gebracht werden muss. Und oft müssen Integratoren, Planer und AV/IT-Experten sehr behutsam vorgehen, wollen sie den Verantwortlichen eine höherpreisige Hightech-Lösung vorschlagen. Mit dem Wissen darum, welch wichtige Rolle Qualität und Langlebigkeit eines Produktes spielen, unternimmt der AV-Experte eine Gratwanderung zwischen der Sicherstellung der bestmöglichen Klangqualität und dem Druck, die vorgegebenen Etatgrenzen einhalten zu müssen.

 

Der Balanceakt zwischen Qualität und Budget wird umso schwieriger, wenn man es mit kleinen oder ungewöhnlichen Grundrissen, problematischen architektonischen Gegebenheiten oder einer unvorteilhaften Akustik zu tun hat. Umfasst die Konzeption außerdem mehrere verschiedene Räume, genießen die Vorstandsetage und die prestigeträchtigeren Räumlichkeiten meist Priorität gegenüber den kleineren Flächen, trotz deren eigentlicher Funktion als AV-Raum.

 

Warum die AV-Technik bei Unternehmen und Hochschulen oft unterfinanziert ist

Jonathan Sage ist Audio and Technology Services Supervisor am Boston College. Sages Spezialgebiet ist die Konzeption und Installation von Audiosystemen in Hochschulräumlichkeiten mit schwierigsten Bedingungen. Für die letzten Jahre sieht Sage eine Veränderung im Bezug auf die Beantragung von Mitteln für neue Audio-Ausstattung. Dadurch, dass die Etatplanung durch Gremien erfolgt, ist die Zuweisung von Finanzmitteln strenger reguliert, was die Flexibilität bei Neuanschaffungen stark einschränkt. “Der Ausschuss stellt immer zu wenig Geld für AV-Technik bereit,” moniert Sage, “und es ist auch immer der erste Bereich, in dem gekürzt wird.” Bei der Planung neuer Systeme spreche er mit Herstellern über den Bedarf und den dafür vorhandenen Geldbetrag, und hier gebe es keine Übereinstimmung.

Laut Sage liegen die Gründe für die Budgetbegrenzungen zum Teil auch im fehlenden technischen Fachwissen von Entscheidungsträgern, die keine direkte Praxiserfahrung mit AV-Technik besitzen. “Finanzplaner wissen nicht, was AV-Produkte kosten. Bei Technik denken viele an Zauberei.”, so Sage. Das bedeutet, dass er jeden Cent, den er in die Audio-Ausstattung auf dem Campus steckt, rechtfertigen und den Ausschuss davon überzeugen muss, dass sein Plan die bestmögliche Investition darstellt, während die Entscheider auf kostengünstigere Optionen drängen. “Es ist auch ein Kampf der Mentalitäten. Die Leute stellen beim Preisvergleich die vielschichtige Audiotechnik einem simplen Autoradio gegenüber”, erklärt Sage.

 

Im Unternehmensumfeld tätige Integratoren und Planer sehen sich oft mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert wie Sage im Bildungsbereich. Eric Bateman, Verkaufsleiter bei der kalifornischen Vertriebsgesellschaft PCM Marketing, beschreibt den “Preisschild-Schock”, den Firmenentscheider beim Blick auf die vorläufige Projektplanung erleiden, wenn diese den erwarteten Kostenrahmen übersteigt. Laut Bateman wissen viele Firmenkunden den Wert von erstklassiger Audioqualität erst dann zu schätzen, wenn sie am eigenen Leib erfahren haben, wie negativ sich schlechte Audioqualität auf die Produktivität auswirkt.

 

 

Obwohl große Unternehmen meist über ein höheres Budget für Audiotechnik verfügen als Hochschulen oder mittelständische Unternehmen, gibt es doch allerorten AV-Räume, deren Budget nicht für teure Audiolösungen ausreicht. Für Integratoren, die versuchen auch in kleinen und mittelgroßen Konferenzräumen und Huddle Rooms hochwertige Audiolösungen umzusetzen, wird dies zu einer immer größeren Herausforderung.

 

P300-IMX als Audiolösung für Huddle Rooms

Huddle Rooms sind kleine Konferenzräume, die üblicherweise für 2–6 Teilnehmer ausgelegt sind. Auch kleinere Büros, wie sie bei Firmen früher gang und gäbe waren, werden heute zunehmend für Teamarbeit und Konferenzen genutzt. Offene Grundrisse fördern einen natürlicheren Austausch und Arbeitsfluss, aber wegen der damit verbundenen akustischen Herausforderungen finden Konferenzschaltungen meist in kleineren Räumen statt. Jedoch führt das Bestreben, im Hauptarbeitsbereich Stimmenüberlagerung und Hintergrundgeräusche zu reduzieren, nicht selten dazu, dass die Huddle Rooms in der Gesamtplanung unter Kosteneinsparungen leiden.

“Es geht einzig und allein um den verfügbaren Kostenrahmen für diese kleineren Räume, deren Budget sehr gering bemessen ist.”, wie Bateman anmerkt. Sein Ziel bei der Arbeit mit diesen kleinen Flächen besteht darin, “dieses Budget zu strecken”. Laut Bateman gab es “für diese kleineren Räume bisher noch keine gute DSP- Lösung im mittleren Segment, die Premium-Audioqualität liefert.”

Troy Jensen, Senior Market Development Specialist bei Shure, ist überzeugt, dass der P300-IMX eine Antwort für dieses Problem darstellen kann. “Er liegt preislich niedriger als jede andere DSP-Lösung mit akustischer Echokompensation”, so Jensen. Wie ist der geringe Preis bei so hoher Klangqualität möglich? Das Geheimnis liegt in der Bauweise des Geräts.

Shure hat den P300 IntelliMix® Audio Conferencing Processor entwickelt, um eine leistungsfähige und preiswerte Lösung für besondere Räume, darunter auch kleine und mittelgroße Konferenzräume, anzubieten. Integratoren müssen sich nun nicht mehr zwischen Qualität und Budget entscheiden und können zudem heikle Gesprächssituationen vermeiden, wenn sie Entscheidern eine Audiolösung präsentieren.

Der P300-IMX ist ein Dante-fähiger DSP mit halber Rack-Breite. Digitale Audiosignale werden über Ethernet und Standard-Internetkabel und -buchsen übertragen. Das Gerät verfügt auch über USB In und Out, analoge Audio-Eingänge und -Ausgänge sowie einen Telefonanschluss. Letzterer erlaubt über eine 3,5-mm-Klinke die Verbindung zu Mobilgeräten. Die Ausstattung umfasst zehn Dante-Eingänge, acht mit akustischer Echokompensation, eine Störgeräuschunterdrückung und Audio-Steuerung. Der P300-IMX ist für kleine bis mittelgroße Räume konzipiert und kann unter einem gewöhnlichen Konferenztisch montiert werden. Außerdem ist er mit seiner stabilen Bauweise für digitale Signalverarbeitung vorkonfiguriert und optimiert.

P300-IMX als Lösung mit fester Architektur

Am Boston College nutzt Sage einen Mix aus DSPs mit fester und offener Architektur, ist aber der Ansicht, dass eine feste Architektur für Räume, die einen kompakten aber leistungsfähigen DSP benötigen, klare Vorteile bringt. Er erklärt, dass er mit einer festen Architektur “ ein Programm kreieren kann, das sofort betriebsbereit ist”. Das vielversprechende Feature der festen Architektur ist seiner Meinung nach die leichte Bedienbarkeit und Anpassbarkeit. Als Leiter eines Programms, dessen Team größtenteils aus Studierenden ohne fundierte technische Kenntnisse besteht, sieht Sage den Vorteil dieser Art von DSP in den geringeren Ausfallzeiten bei Problemen im System.

Über IntelliMix P300:

Der P300-IMX ist nicht nur als effektiver Audio-Prozessor konzipiert, er soll dem Nutzer auch Geld- und Zeitersparnis bringen. Ermöglicht wird all dies durch die straffe, intuitive Signalkette, die für die höchste Audioqualität vorkonfiguriert ist.

Criss Niemann, Senior Market Development Specialist bei Shure

Die feste Architektur des P300-IMX erlaubt es Programmierern, ein System innerhalb kürzester Zeit einzurichten. Während andere DSPs umfangreiche Programmierung und Konfiguration erfordern, bringt ein System aus MXA310 Tisch-Mikrofonarry und P300-IMX eine Zeitersparnis von etlichen Stunden und somit eine Senkung der Implementierungskosten. Die Programmierung von digitalen Signalprozessoren mit offener Architektur kann umfangreiche Entwicklungsarbeit an Front- und Back-End und viele Stunden bei der Inbetriebnahme zur Pegel- und Konfigurationsanpassung erfordern, was die Kosten weiter erhöht. Wie Niemann betont, bietet die feste Architektur einen optimierten Audiosignalweg, und die Betriebsbereitschaft ist eine Sache von Minuten, wenn nicht gar Sekunden, was eine direkte Kostenersparnis für das gesamte Projekt bedeutet.

Was Bateman besonders begeistert, ist das Potential des P300-IMX für seine Firmenkunden, die bisher aufgrund von kostensparenden Audiolösungen in ihren Huddle Rooms und kleinen Konferenzräumen Effizienzverluste hinnehmen mussten. “Diese Firmen wollen Standards. Sie möchten die Tonqualität in diesen Huddle Rooms verbessern und wir liefern ihnen nun eine Lösung, die dies erreicht und dabei innerhalb des gesteckten Kostenrahmens bleibt.”

Unabhängig vom jeweiligen Einsatzbereich stehen Integratoren, Planern und IT-Techniker allesamt vor der gleichen Herausforderung: nämlich die qualitativ beste Lösung anzubieten und gleichzeitig die Kostenvorgaben ihrer Kunden einzuhalten. Die Trendentwicklung hin zu veränderter Nutzung von Räumen und neuen Formen der Zusammenarbeit verlangt nach kostengünstigen Lösungen für Konferenztechnik mit bestmöglicher Audioqualität. Mit dem P300-IMX erweitert Shure sein bewährtes Konferenztechnik-Portfolio um eine technisch anspruchsvolle Architektur, die das Produkt auch bei strenger Budgetierung erschwinglich macht.

Über den Autor

Jessica Sirkin

Jessica Sirkin ist freie Autorin und Redakteurin und schreibt u.a. für Publikationen und Plattformen wie SearchOracle.com, SearchSQLServer.com und das SAP Professional Journal. In ihrem Büro findet sich neben vielen Büchern auch ein rauflustiges Kaninchen. In ihrer Freizeit schreibt Jessica Science-Fiction.

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