Stereo oder Mono-Monitoring – das ist hier die Frage
Herkömmliches Monitoring wurde ausschließlich in Mono gefahren. Die Einführung des In-Ear-Monitoring machte Stereo-Monitoring möglich. Doch nicht für jeden Musiker ist der Stereo-Betrieb sinnvoll: Manche kommen mit einem Mono-Mix besser zurecht, denn das Stereo-Signal „dreht“ sich ja nicht mit, wenn man sich auf der Bühne bewegt. Dahingegen bietet ein Stereo-Monitoring für einen Pianisten, der gewohnt ist, an seinem Piano ein Stereo-Signal zu hören, eine sehr naturgetreue Abhörmöglichkeit.
Es werden sowohl Mono- als auch Stereo-Systeme angeboten. Mono-Systeme können ausschließlich im Mono-Betrieb genutzt werden, wohingegen alle Stereo-Systeme auch im Mono betrieben werden können. Shure Stereo-Systeme bieten darüber hinaus eine dritte Betriebsart: MixMode. In dieser Betriebsart werden zwei einzelne Signale übertragen, und über den Balance-Regler des Empfängers kann nun das Mischungsverhältnis der beiden Signale eingestellt werden. Beispielsweise kann auf einem Kanal ein Gesamtmix der Band übertragen werden, auf dem anderen Kanal das Instrument des Musikers.
Funk In-Ear Monitoring oder drahtgebunden: Bist du an einen festen Ort gebunden oder bewegst du dich frei auf der Bühne?
- Ortsgebunden: Für Musiker, die auf der Bühne an einen festen Ort gebunden sind – beispielsweise Schlagzeuger oder Keyboarder – bietet ein drahtgebundenes In-Ear-Monitoring System eine einfache und preiswerte Lösung.
- Mobiler Einsatz: Möchtest du dich auf der Bühne frei bewegen, kommt die drahtlose Variante des In-Ear-Monitorings zum Einsatz. Du behältst deinen gleich bleibenden Monitor-Mix, egal wohin du dich bewegst. Drahtlose Systeme sind komplexer, sie bieten dir aber auch eine größere Flexibilität.
Monitoring Mix: Können mehrere Musiker mit dem gleichen Mix auskommen oder benötigt jeder seinen individuellen Mix?
- Gemeinsamer Mix: Möchten mehrere Musiker den gleichen Monitor-Mix hören, wird nur ein Sender benötigt. Das Funksignal dieses Senders kann dann von beliebig vielen Empfängern empfangen werden. Somit können die Kosten für weitere Sender vermieden werden.
-
Individueller Mix: In einer Band oder einem Ensemble benötigen die einzelnen Musiker ihren persönlichen Monitor-Mix. Typischerweise möchte jeder sein eigenes Instrument lauter hören als die Instrumente der anderen Musiker. Drahtgebundene In-Ear Monitoring Systeme bieten diese Möglichkeit von Grund auf, bei der drahtlosen Version jedoch benötigt jeder Musiker sein eigenes komplettes In-Ear Monitoring System aus Sender und Empfänger.
Wird von den Musikern nur ein Mono-Mix gewünscht, kann man durch Nutzung der MixMode-Betriebsart die Anzahl der Sender halbieren. Beispielsweise kann ein Stereo- Sender die Monitorsignale für einen Sänger und einen Gitarristen übertragen: auf dem rechten Kanal das Signal für den Sänger, auf dem linken Kanal das Signal des Gitarristen. Im MixMode des Empfängers kann der Sänger mit Hilfe des Balance-Reglers den rechten Kanal auswählen und somit nur seinen Mix hören – und dementsprechend der Gitarrist den linken Kanal.
Funk In-Ear Monitoring: Wie viele Kanäle müssen parallel laufen?
Frequenzen für drahtlose Systeme – ob Mikrofone oder In-Ear-Monitoring – können nicht zufällig ausgewählt werden. Für einen einfachen Aufbau bieten alle In-Ear-Monitoring Systeme von Shure vorselektierte Frequenzen, die miteinander kompatibel sind. Das bedeutet, sie können simultan betrieben werden, ohne sich gegenseitig zu stören. Die In-Ear Monitoring Systeme verfügen über eine bestimmte Anzahl kompatibler Frequenzen. Die Anzahl der von dir benötigten unterschiedlichen Monitorsignale ist demzufolge ein Maß für die Wahl des geeigneten Systems. Dabei dürfen aber bereits vorhandene drahtlose Mikrofonsysteme nicht vergessen werden.