Wie findest du das richtige Funkmikrofon?

Einsatzgebiet: Für welche Anwendung wird dein Funkmikrofon oder das Funksystem eingesetzt?

Drahtlos-Systeme gibt es in den verschiedensten Konfigurationen, so dass sich für nahezu jeden Anwendungsfall das passende System findet. Die für dich passende Mikrofontyp/ Sender-Kombination hängt von deiner Anwendung ab.

Anwendung Konfiguration
Sänger Handsender
Singender Tänzer, Keyboarder, Schlagzeuger, Fitness-Trainer, Tanzlehrer Kopfbügelmikrofon + Taschensender
Schauspieler, Dozent, Pfarrer Ansteckmikrofon + Taschensender
Blasinstrumente, Percussion Clip-On Instrumentenmikrofon + Taschensender
E-Gitarre, E-Bass Instrumentenkabel + Taschensender

 

Steht fest, welche Konfiguration die richtige ist, sollte man sich ein paar Gedanken über die Mikrofonkapsel machen. Diese ist ausschlaggebend für die Wiedergabe des abgenommenen Klangs. Befindest du dich beispielsweise als Sänger auf einer Bühne mit lauten Monitoren, so ist es aufgrund der Rückkopplungsgefahr vorteilhaft, eine Mikrofonkapsel mit Nieren- oder sogar Supernierencharakteristik zu wählen.

Wenn du dazu tendierst, etwas leiser zu singen, hilft eine Kondensatorkapsel, deine Stimme klarer und detailgetreuer wiederzugeben. Hast du bisher bereits ein Shure Mikrofon verwendet, mit dem du sehr gut zurecht kommst, ist es sinnvoll, dieselbe Kapsel (z. B. SM58) auch bei deinem Drahtlos-System einzusetzen.

Für Sprachanwendungen wie bei Moderationen oder auf der Theaterbühne eignen sich – da es dort selten einen (lauten) Monitor gibt – Lavalier- oder Headset-Mikrofone mit Kugelcharakteristik. Diese sind am wenigsten anfällig für Atemgeräusche und liefern generell den natürlichsten Klang – was insbesondere bei Sprachanwendungen sehr vorteilhaft ist.


 

Anzahl von Funkmikrofonen auf einer Bühne: Wieviele Kanäle werden parallel eingesetzt?

Jedes drahtlose Mikrofonsystem hat eine maximale Anzahl kompatibler (simultan betreibbarer) Kanäle. Die Trägerfrequenzen müssen sorgfältig ausgewählt werden, da sich die Hochfrequenz-Signale gegenseitig beeinflussen bzw. stören können.

Werden nur ein oder zwei drahtlose Funkstrecken benötigt, so kann man die gegenseitigen Störungen vernachlässigen und somit zu jedem beliebigen Drahtlos-System greifen. Man sollte sich allerdings im Vorfeld bereits Gedanken machen, ob beispielsweise die Anzahl der Funksysteme in der Band zukünftig ausgebaut werden soll. Darunter fallen natürlich auch drahtlose In-Ear-Monitoring Systeme.

Legt man sich auf ein System fest, das maximal vier kompatible Kanäle realisieren kann, so kann das in einer Band recht schnell eng werden. Etwas hochwertigere Systeme bieten gleich acht, zwölf oder noch mehr kompatible Kanäle. Deshalb sollte beim Kauf auf die maximal erzielbare Kanalanzahl des Systems geachtet werden.

Bei Setups mit mehr als zwei drahtlosen Funkstrecken muss die eingestellte Trägerfrequenz beachtet werden. Verwendet man nur Drahtlos-Systeme eines Typs, ist das normalerweise kein Problem, da die Frequenzen in der Regel in Gruppen mit kompatiblen Kanälen organisiert sind oder (bei Geräten mit fester Frequenz) alle Frequenzen miteinander kompatibel sind. Hat man aber einen Mix verschiedenster Geräte und Hersteller, kann dies schnell zu Komplikationen führen.

Eine Auto-Scan-Funktion, die selbstständig nach freien, intermodulationsfreien Kanälen sucht, hilft dabei sehr einfach und schnell weiter. Solltest du Probleme bei der Auswahl von (störungsfreien) Frequenzen haben, so hilft dir das Shure Support Team gerne weiter.

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